Offroadgang

FERDINAND DOES IT AGAIN - DAKAR 2013

Unser Vereinskollege Ferdinand Kreidl als einziger Österreicher beim Start der "echten" Dakar!

 

Eins Vorweg Dakar ist nicht gleich Dakar! Auf der "echten" Dakar gibt es nur einen einzigen österreichischen Fahrer!

# 125 Ferdinad Kreidl / KLS Rally Raid Team / KTM 450 Rallye Replica Link zum Tracking System

 

Liebe Freunde und Unterstützer,

hier der „Abschlußbericht“ zum Projekt DAKAR 2013. Wie die einzelnen Renntage verlaufen sind, hat Georg Schöninger vom KLS Rally Raid Team bereits mit den beinahe täglichen Berichten und Fotos geschildert. Grundsätzlich kann ich das Zitat von Alfi Cox bestätigen: „willst Du Spaß haben, dann fahr jede Rally nur nicht die DAKAR“.

Es war eine permanente Schinderei und ein Kampf gegen mich selbst: Übermüdung, zeitlicher Stress (man ist immer hinten dran…), täglich enorm viele Situationen an denen man scheitern kann und dieses Jahr zusätzlich die krassen Temperaturunterschiede. Teilweise hatten wir am Morgen des Tages knapp über null Grad und Regen – fesche Sache mit normaler Endurokleidung – und Mittags schon wieder 40°C.

ABER: es war ein tolles Rennen und ich möchte keine Sekunde missen!

 

Servicearbeiten und Teile

Täglich wurde das Motorrad zur Gänze durchgecheckt, also alle Schrauben nachgezogen, Speichen kontrolliert und wenn notwendig nachgezogen, Luftfilter getauscht und Öl gewechselt. Die Ölwechsel sind Grundlage für die Entscheidung ob der Motor getauscht wird oder nicht – sind kein Abrieb oder Späne im Öl so bleibt der Motor drinnen, jeder Motorwechsel ist auch eine Risiko nach dem Motto „never change running systems“. Ich bin also mit einem Motor durchgefahren. Reifen und Mousse haben wir nach Bedarf getauscht – also nicht immer täglich. Der Kettensatz und die Ruckdämpfer in der Hinterradnarbe wurden jeweils einmal getauscht. Alle zwei Tage die Bremsbeläge.

 

Drei Vorderradfelgen habe ich auch verbraucht. Die Sicht war im Staub oft grundsätzlich schlecht und ich hatte mit meiner Einclipsbrille in der MX-Brille nochmals weniger Sicht und somit manchen Stein im Fesh-Fesh „gefunden“ und das dann mit „Köpfler“ kommentiert.

Den linken Tank habe ich mir fast durchgeschliffen und näßt, also muß ein neuer her. Das Serviceteam „TeamKaiser“ hat tolle Arbeitet geleistet: ich habe mein Bordwerkzeug während des Rennens kein einziges mal benötigt, erst im Ziel bei der Demontage des Iritraks habe ich die Kombizange ausgepackt.

 

Essen und Trinken

Gegessen habe ich immer wenn Möglichkeit dazu war: um halb 5Uhr Morgens bereits Eierspeis, Schinken und Nudeln, tagsüber Energieriegel und am Abend Fleisch. Den Trinkrucksack habe ich zusätzlich zu den Getränken beim Essen und im Bivak mindestens zweimal täglich mit 3 Liter befüllt (Kohlehydrate und Mineralstoffe).

Die ganze Quälerei hat sich aber mit der Zielankunft in Santiago de Chile mehr als gelohnt.

Zwischen dem Start in Lima und diesem absoluten Glückserlebnis in Santiago waren viele intensive Erlebnisse:

- spektakuläre Dünenauf- und -abfahrten

- endlos lange Flußbette

- permanent wechselnde Untergründe

- von Meeresniveau mehrmals auf eine Höhe von knapp 5.000m

- teilweise Sekundenschlaf bei den Verbindungsetappen

- tolle Naturerlebnisse (Pinguine an der Pazifikküste!)

- extrem begeisterte Menschen – vor allem in Argentinien: die Fans haben viel Kraft gegeben

- Flußdurchfahrten

- enorm schnelle Schotterpisten

- Stürze mit schmerzlichem, aber glücklichem Ausgang und toller medizinischer Behandlung

- Anstrengung bis zum Abwinken und wie bereits erwähnt

- enorme Kälte (eisiger Regen, mit normaler Endurokleidung) und noch am selben Tag wieder Wüstentemperaturen

Tiefpunkt:

zwei Tage hintereinander auf den selben Arm gestürzt – beim zweiten Sturz schon heftig in den Helm geflucht

 

Höhepunkte:

Beeindruckende Natur, Erfüllung eines langjährigen Traumes: Zieldurchfahrt in Santiago de Chile mit Überreichung der Medaillie und Siegesfeier

 

Wie geht es weiter?

Am 2. Februar haben wir noch unsere Weihnachtsfeier von der „OffroadGang“ – da darf ich dann mal wieder ein oder zwei Bier (J) trinken.

 

Und was kommt dann? Hmmm – mal nachdenken.

 

An alle Sponsoren

Herzlichen Dank für die Unterstützung.

Ich bekomme voraussichtlich nächste Woche die Fotos in Druckqualität – wer also Fotos benötigt, bitte email und die Fotos landen im Postkasten.

 

Danke nochmals für die vielen Gratulationen!

Immer schön oben bleiben!

Ferdinand Kreidl

KLS-Rally Raid Team

 

 

Mehr...

 

Errichtung des BMX-Funparks in Zarnsdorf

In die Pedale - fertig - los!

Mit der Gestaltung des BMX-Funparks am SA, 10.11.2012, in Zarnsdorf wurde der Reingewinn der vorjährigen Benefiz-Veranstaltung gemeinnützig eingesetzt. Mit Krampen, Schaufel und Bagger erweiterten eifrige Mitglieder der Offroadgang den Spiel- und Sportplatz in Zarnsdorf um das heiß ersehnte BMX-Gelände.

Die Offroadgang bedankt sich beim Dorferneuerungsverein Zarnsdorf für die gute Zusammenarbeit, beim Unternehmen Erdarbeiten Rainhard Leopold für die Bereitstellung des Baggers und natürlich bei den zahlreichen Besuchern des Benefiz-Enduros 2011, die dieses tolle Projekt ermöglicht haben!