Offroadgang

Fabian Kaltenbrunner auf Erfolgskurs!

 

Croatia Rally 2015 - Bericht vom schnellen Ferdinand

Liebe Sponsoren und Freunde!

Croatia Rally vom 17. bis 22 Mai 2015 - Primosten Kroatian


Für diese Rally habe ich mal wieder meine geliebte KTM 690 Rally Baujahr 2008 ausgepackt.

Ist zwar schon alt für ein Rallygerät, wird aber mit Hilfe einiger Partner in „Schuss“ gehalten: Fahrwerksservice von HASLACHER, Schalldämpfer und somit Erfüllung der Lärmlimits von REMUS, Verschleißteile (und auch Fahrerausrüstung) von AUNER und ECKL, sämtliche Flüssigkeiten von SHELL.


Die Anreise

Es gibt keine zweite Rally die von Österreich aus in so kurzer Zeit erreichbar ist: 8h mit dem Klein-LKW ist eine Sensation für ein Rennen auf diesem professionellen Niveau.

Die Abnahme

Papier- und technische Abnahme sind rasch erledigt. Dann ICO (Fahrtstreckenmesser) auf Testkilometer kalibrieren. Das war es dann schon mit den Aufgaben am Samstag.


Das Rennen

Zur Klasseneinteilung:

Die Croatia-Rally ist ein Rennen bei dem Motorräder von der leichten Sportenduro bis 2-Zylinder Maschinen teilnehmen. Die Strecke ist für alle diese Motorräder mehr oder weniger befahrbar, die Sportenduros haben bauartbedingt und aufgrund der teilweise sehr engen Streckenführung einen großen Gewichts- (ca. 60kg auf meine KTM 690 Rally) und Handlingvorteil (Radstand und Schwerpunkt). Beachtlich, dass auch einige Zweizylinder die Strecke in Angriff genommen haben.

Sonntag 17. Mai – Prolog

In den Weingärten in 20km Entfernung von Primosten. 90 Fahrer sind am Start, Zeitabstand: 1 Minute.

Viele Navigationsanweisungen auf kurzer Strecke! Eine Auffahrt war fahrtechnisch die Herausforderung für einige Fahrer: kein Anlauf und lose Steine.

3. Platz (1. Platz Rally-Motorräder)

Montag 18. Mai – 1. Etappe

Start 8 Uhr morgens bei bestem Wetter / ca. 250 km, 90 Fahrer am Start.

2 Sonderprüfungen

Schaut euch die Fotos an – es ist ein Privileg in einer so phantastischen Region ein Rennen fahren zu dürfen.

2. Platz (1. Platz Rally-Motorräder)

Dienstag 19. Mai – 2. Etappe

Start 6 Uhr wieder bei strahlendem Sonnenschein / 398 km, über 550 Roadbookbilder, teilweise alle 20m.

Zwei Sonderprüfungen, wobei die erste enorm schnell ist und die zweite vom Untergrund schwierig zu fahren ist: viele Steinstufen und lose grobe Steine sowie eine endlose Abfahrt, gesät mit Löchern und engen Kurven.

Das Roadbook kann ich nur mehr per Handrad bedienen, da sich die Madenschraube im Roadbook gelöst hat – die Hand vom Lenker zu geben fordert jedes Mal Überwindung, da der Untergrund sehr unruhig ist.

3. Platz gesamt (1. Platz Rally-Motorräder).

Mittwoch 20. Mai – Ruhetag

Motorradservice, beide Reifen wechseln, Bremsbeläge hinten. Roadbookhalter repariert. Check des gesamten Motorrades. Chillen.

Donnerstag 21. Mai – 3. Etappe

Am Start noch bewölkt, ca. 350 Kilometer. Bereits kurz nach dem Start beginnt es stark zu regnen – bis zum Start der ersten Sonderprüfung sind alle bis auf die Haut nass – egal.

Wie immer „tricky“ zu navigieren. Fahre die Verbindungsetappen wenn es geht immer als erster – es macht mir enorme Freude im Gebüsch, Wald und auf einer unberührter Wiese den Weg zu finden: that´s Rally.

Jetzt zeigt sich, dass mein Motorrad in die Jahre kommt: Lenker-Fernbedienung des ICOs fällt aufgrund des starken Regens aus. Muss wieder bei jeder Kalibrierung der Wegstrecke die Hand vom Lenker nehmen.

2. Platz (1. Platz Rally-Motorräder). Eine Sonderprüfung gewonnen, einmal Zweiter.

Freitag 22. Mai – 4.Etappe

Start 7 Uhr 30, es starten nur mehr 44 Fahrer. Das Rennen wird aufgrund des äußerst rutschigen Untergrundes nach der ersten Sonderprüfung abgebrochen.

4. Platz gesamt (1. Platz Rally-Motorräder)

Großes Lob an den Veranstalter: Roadbook ist sehr präzise geschrieben!

Und erst die Landschaft!!! – Doppelt so viele Kilometer am Tag und ein großer Sandhaufen und  „Dakarfeeling“ wäre perfekt. Bilder Massimiliano TRX RAID:

 


Ergebnis, gesamt

1.   Andrea Tronconi; 3h 21min 21 sec; KTM 350 EXC

2.   Stefano Fasani: + 2:06 min, Beta 450 RR

3. Ferdinand Kreidl, +6:20 min, KTM 690 Rally (1. Platz Rally-Motorräder)

4.   Valentini Caruso; + 23:51 min, KTM 450 EXC

5.   Michael Migutsch: + 25,34 min, Husaberg TE

….

20. Günter Lasselberger,+ 1h15:09min KTM 690 Rally-Raidumbau (5. Platz Rally-Motorräder)

….

Günter Lasselsberger – mein Freund und Vereinskollege Offroadgang -  hat vor der Croatia Rally nur die Legends-Rally auf Sardinien bestritten. Die Legendsrally ist eine dreitägige Roadbookrally ohne Zeitwertung. Die Croatia war seine erste Rally unter „zeitstress“ – tolles Ergebnis!

Der Vorjahressieger Nicola Tonetti hat nie in die Entscheidung eingreifen können und hat mit einem Rückstand von 32:03min den 9. Platz belegt.

 

Was steht an?

Bisher habe ich immer die „Mechanik“ und die „Optik“ meines Motorrades instand gehalten – jetzt wird auch die Elektrik fällig.

 

Keep in touch!

Euer

Ferdinand Kreidl

 

Abudhabi Desert Challenge - Bericht vom schnellen Ferdinand

Liebe Sponsoren und Freunde!

Das war die AbuDhabi Desert Challenge:

Die Vorbereitung

Anreise am 25.3. – endlich gibt es Direktflug von Wien nach AbuDhabi.

Administrative Abnahme 26.3. und in Shoppingmal Vorräte für Wüstencamp kaufen.

Vorräte kaufen mit meinen Rallyspezies. Gabor Sagmeister (8 x Dakar!!!!) und Stephan Preuss.  Fahren nicht gerne mit Lift: geht ja auch mit Rolltreppe (Foto Kreidl)


Technische Abnahme 27.3: Motorrad funktioniert genau bis zur Lärmmessung – springt bei dieser nicht mehr an. Wir starten Motorrad mit Hilfe Starterkabel. Thorsten Kaiser tauscht Batterie und es läuft wieder.

28.3. Vormittag: Briefung ua. mit Hinweis des Rennarztes, dass jeder ab sofort mit dem Trinken anfangen soll um Dehydrierung zu vermeiden. Zumindest sollte jedes dritte Getränk isotonisch sein. Wie sich später herausstellen sollte sind das keine leeren Worte.

 

Das Rennen

Die Super Special am 28.3. um 16Uhr auf dem Yas Marina Circuit ist spektakulär – es wird aber offiziell keine Zeit genommen da der Veranstalter befürchtet das sich viele Fahrer dann zerbröseln: Stollenreifen, Adrenalin und Asphalt kann eine gefährliche Mischung sein!

Sonntag erster Renntag:

Komme auf erster Verbindungsetappe genau 25km weit, dann stirbt Motor ab – die Batterie war es also demnach nicht. Die Zeit läuft, da der Start der ersten Specialstage in einer Stunde und 20min ist und noch gut 80km bis zum Start zu fahren sind.

kurz nach Start Sonderprüfung (Foto RallyZone Bauer/Barni)

Anruf bei Thorsten Kaiser, dieser kommt halbe Stunde später und bringt nochmals neue Batterie und organisiert telefonisch neuen Regler (Danke an Stephan Preuss) der dann vor dem Start zur Sonderprüfung zum Einbau bereit liegt. Mit der neuen Batterie komme ich noch die verbleibende Strecke bis zum Start. Dort tauschen wir den Regler – nochmals Schreckmoment: der Stecker passt nicht. Dieser muß auch noch umgebaut werden, aber es geht sich aus. Knapp vor meinem Start funktioniert Motorrad wieder.

hektischer Einbau des Reglers vor dem Start der ersten Sonderprüfung (Foto Kreidl)

Ab dem 2. Renntag waren hohe Dünen angesagt. Heisser und trockener als die vergangenen Jahre und damit der Sand sehr weich – toller Untergrund.

in den Dünen  (Foto RallyZone Bauer/Barni)

Der 4. Renntag war jener mit den meisten Ausfällen aufgrund Dehydrierung. Mindestens 10 Fahrer (Motorrad und Auto) bekommen Infusion. Ist mir ein Rätsel: bei 42 Grad Celsius auf das Trinken zu vergessen ist schon mutig.

Geplant waren 5 Renntage – die letzte Specialstage mußte aufgrund eines enormen Sandssturmes abgesagt werden – aber auch die Verbindungsetappe an diese Tag hat es in sich: null Sicht bei 100km/h war „Action“ genug.

Und typisch für die Desertchallenge: es gibt im Fahrerlager ein Refreshmentcenter für die Fahrer. Ist eine eigenes Zelt mit Klimaanlage – wurde auf Grund der Hitze stark frequentiert.

 

im Ziel am letzten Tag mit Stefan Preuss – der Sandsturm hat seine Spuren hinterlassen (Foto Mario) und so wird geschlafen (Foto Kreidl)


Ergebnis Inkl. Quad und über 450ccm (siehe auch : www.abudhabidesertchallenge.com)

1.     Marc Coma, 2.   Sam Sunderland, 3.     Pablo Quintanilla   ... 21. Ferdinand Kreidl      (45 Fahrer gewertet)

Keep in touch!

Euer

Ferdinand Kreidl

   

Bericht zur Sardegna Rallye vom schnellen Ferdinand

Liebe Sponsoren und Freunde!

Das Sardegna Rally Race (www.bike-village.it) war eine sensationelle Veranstaltung. Fast alle Werke waren mit Motorrädern vertreten (KTM, Husqvarna, Sherco, GasGas, Honda, Yamaha, Beta) und das hat sich auch auf dem Podium abgebildet: 6 verschiedene Fabrikate unter den ersten 6.

Vorbereitung mit Umbau der KTM 450 EXC für FIM Rallys:

13l Tank für Mindestreichweite 150km
Bremsleitung vorne speziell für Navigationstower verlegt
Navigationstower mit Roadbookhalter und 2 ICOs (= spezieller Tacho) montiert
Zusatzrücklicht installiert
Und immer mit dabei: starke Kabelbinder, Metallkleber, Notraketen, Schmelzverbinder, Feuerzeug, Ersatzhebel, Racetape, Sicherungen, Kettenschloß, Verbandszeug

Anreise:
Ich bin mit dem Flugzeug angereist. Mein Rallyspezi Cyrus Rahmat und Manfred Mayrhofer sind mit dem Transporter angereist. Erst im Laufe der Rally wurde mir klar wer da täglich am Assistenzpunkt auf mich wartet: Manfred ist ehemaliger Motocross WM – Fahrer und hat jahrelang Hannes Maxwald bei seinen Erfolgen unterstützt – perfekter Support. Danke!

Technische Abnahme:
Wie immer in Italien: lockere Stimmung aber trotzdem genau. Motorbefestigungsschraube wurde wieder verplombt, Rahmen und Auspuff markiert und die Lautstärke überprüft. Helmabnahme.

Das Rennen:

Jeden Tag mußte vor dem Start Iritrac und Notfallsender ausgefasst werden. Mit dem Iritrac wird sowohl die korrekte Route, als auch die Einhaltung der  Speedlimits überprüft. So wie bei allen Rallys gibt es ein Briefing am Vorabend. Dabei werden Besonderheiten der folgenden Etappe / Sonderprüfungen  mitgeteilt. Beim ersten Briefing wurde eindringlich darauf hingeweisen, dass die Tracks unter den starken Regenfällen im November des Vorjahres gelitten  haben: stark unter- und ausgespült.

Prolog:
Dieser wurde auf einer MX-Strecke ohne Trainingsrunde durchgeführt. Meine Vermutung ist, dass einige Fahrer diese bereits gekannt und so enorme  Rundenzeiten in die sardische Erde geknallt haben.

 

 

Stage 1, San Teodoro – Arbatax:
SS1 47 km: kurze Sonderprüfung zum warmfahren, weite, offene Tracks, schnell
SS2 75 km: nach einer kurzen Liason geht es in die SS2. Der Track wird enger, die Navigation schwieriger und es war ratsam, immer ein Auge auf dem Roadbook zu haben, um sich nicht zu verfahren. Gesamte Strecke 326 km

 

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